Dorothea Steigerwald Replik
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Schlafen, Träumen und Wachen in den ersten drei Lebensmonaten

   
1. Die Wach und Schlafzeiten sind noch nicht am Tag Nacht Rhythmus orientiert.
2. Die Schlafphasen dauern dreiviertel bis vier Stunden, können aber auch bereits länger sein.
3. Über vierundzwanzig Stunden verteilt sich die Schlafdauer von durchschnittlich 16 bis 15 Stunden mehr oder weniger gleichmäßig auf etwa sechs Schlafphasen.
4. In den Wachphasen ist der Säugling durchaus nicht nur hungrig, sondern auch neugierig, auf jeden Fall aber an liebevollem Hautkontakt und an erholsamen Rückzug interessiert.
5. Die Hälfte seines Schlafs verbringt ein Säugling in seinen Traumphasen, für die Mutter erkennbar am Augenrollen unter den geschlossenen Lidern und an seiner Mimik, die auf freudige, aber auch auf ängstigende Träume hindeuten kann.
6. Von Anfang an sollte die Mutter eine feste Zeit festlegen, zu der der Säugling seine Hauptmahlzeit über die Brust oder das Fläschchen bekommt. Das ist die Zeit, zu der die Mutter selber sich zum Schlafen niederlegen möchte, also zwischen 21 und 24 Uhr. Der einmal gewählte Zeitpunkt sollte auf jeden Fall eingehalten werden. Das fördert die Entstehung eines Schlafrhythmus beim Kind und lässt die Mutter beruhigt einschlafen.
7. Nach dieser Nachtmahlzeit sollte ein Säugling möglichst nicht geweckt werden. Wenn er quengelt, dann schafft er vielleicht noch nicht gleich das Abtauchen in den Tiefschlaf, wird sich aber bald beruhigen es sei denn er hat Schmerzen oder ist zu sehr "aufgedreht". Aber das erkennt die Mutter bereits tagsüber.
8. Beim nächtlichen Wachwerden nicht gleich das Fläschchen oder die Brust geben. Streicheln, Kuscheln und ruhiges Reden entsprechen oft mehr dem, was der Säugling sucht.
9. Zögern Sie die Mahlzeit in den frühen Morgenstunden in kleinen Schritten immer mehr hinaus.
10. Echte Schlafstörungen (Akute lebensbedrohliche Ereignisse, plötzlicher Kindstod, Säuglingsapnoe, angeborenes zentrales Hypoventilationssyndrom, Schlafmyoklonien) sind extrem selten.
11. Der Vater sollte die Mutter nachts zumindest für zwei Nächte am Wochenende ersetzen, auf jeden Fall aber, wenn die Mutter beginnt, selber Schlafstörungen oder Erschöpfungsanzeichen zu entwickeln.